Gestern habe ich das Finale der ersten Staffel von „Studio 60 on Sunset Strip“ gesehen. Die Serie ist relativ unbekannt, es gab nur eine Staffel, trotz guter Kritiken wurde sie aber aufgrund von mangelnden Quoten abgesetzt.
Die Serie aus dem Jahr 2006 dreht sich um eine fiktive, wöchentlich Comedy-Show im Stile von „Saturday Night Live“. Es geht um die Abläufe hinter den Kulissen, die Produktion und das Schreiben der Show und die Beziehungen untereinander. Angefangen von den Handlangern, über Schauspieler, Schreiber, Produzenten, bis hin zu den Studiobossen, die sich mit alltäglichen Problemen und Exzessen der Stars und Verantwortlichen rumschlagen müssen. Die exzellente Besetzung wird angeführt von Matthew Perry (Friends), Bradley Whitford, Amanda Peet und Steven Weber
Der wichtigste Mann bei Studio 60 ist allerdings Autor Aaron Sorkin. Der hat mit West Wing eine von Kritikern hoch gelobte Serie geschrieben und für sein Drehbuch zu „The Social Network“ letztes Jahr einen Oscar bekommen. War ich persönlich bis vor kurzem sehr auf Darsteller und vor allem Regisseure fixiert, ist mir seit Sorkin die Bedeutung großer Autoren klar geworden.
Studio 60 lebt nicht von Action, es ist schwer, von der Serie mehr als 2 Folgen am Stück zu sehen, da ununterbrochen geredet wird. Die Kamera verfolgt die Darsteller teilweise minutenlang in Bewegung durch die Enge des Studios, was die Wahrnehmung des Ganzen noch erschwert. Dennoch ordne ich diese Staffel unter den fünf besten ein, die ich je gesehen habe. Die Qualität die Dialoge, die ausgefeilten Charaktere, der Wechsel zwischen millionenschweren Studio-Entscheidungen und alltäglichem Kleinkram ist derartig bissig, packend und emotional wie kaum eine andere Serie. Jeder Charakter hat seine Berechtigung und seinen Charme, jede Verbindung funktioniert und es finden sich dutzende Sätze und Dialoge für die Ewigkeit. Diese kommen teilweise so scharf und platziert, das es eigentlich schon wieder unrealistisch ist.
Aber das soll kein Manko sein. Die intelligente Serie ist was für Fortgeschrittene, Anfänger oder Action-Fans werden sich schwer tun. Und wenn Studio 60 in den letzten vier Folgen zu einem furiosen, dramtischen und emotionalen Finale aufläuft, werden alle Register gezogen, die die aktuellen Qualitäten des Fernsehens verdeutlichen. Sowas kann man unmöglich in zwei Stunden Film unterbringen. Die Serie findet letztendlich einen vernünftigen Abschluss ohne Cliffhanger und lässt einen mit dem Gefühl zurück, alles gesehen zu haben, was man sehen muss. Mehr als diese eine Staffel brauchte es nicht, besser kann es eh nicht werden.
Die ganze Staffel gerade für lächerliche 6,99 Pfund bei AMAZON UK.
23.01.2012 / Comments (0)
Studio
60
on
sunset
strip
Ein sehr durchwachsenes Jahr. Immerhin fand sich noch einiges Nennenswertes, große Werke für die Ewigkeit gab es allerdings wenige.
CLUBTRACKS
Eigentlich mag ich ja den Big Room Sound, aber Mitte des Jahres hatte ich von heute auf morgen zuviel davon. Der ganze Über-Hype aus USA, DJs die nur noch von Shows, Festivals und Privat-Jets reden… Da blieb das Club-Feeling auf der Strecke. Der Underground machte es auch nicht besser. Man fand die Vokals wieder und entdeckte den Edit. Sonst auch da nix neues. Das schlimmste war der „Dubstep“-Lärm von Skrillex, fürchterlich.
Housse de Racket „Roman“ Oliver Remix
Calvin Harris „Feel So Close“ Original Mix
Lykke Li „I follow rivers“ The Magician Remix
Flight Facilities „Foreign Language“
Myomi „Sun In My Eyes“ Keith & Supabeatz Remix
Duck Sauce „Big Bad Wolf“
Rubix „Soul Train“
Riva Starr vs. Major Lazer „Jump“ Martin Brothers Remix
Worthy & Eats Everything „Tric Trac“
Oliver $ „Doin ya thing“
Jay-Z „Empire State of Mind“ DiPaul Bootleg
CDs
Adele's „21“ war 2011 der weltweite Megaseller. Selten konnten sich alle auf ein Album einigen. Kommerziell, aber dennoch nicht platt und auf billige Effekte ausgelegt. Pogo hat an sich kein richtiges Album gemacht, seine Entdeckung musste trotzdem irgendwie honoriert werden. Und das Sleepy Jackson Album ist von 2006, habe ich aber erst dieses Jahr entdeckt und lief rauf und runter.
Adele „21“
Pogo pogomix.net Tracks
Sleepy Jackson „Personality“
Lykke Li „Wounded Rhymes“
Real Estate „Days“
Bon Iver „Bon Iver“
Rumer „Seasons of my Soul“
Beyonce „4“
Destroyer „Kaputt“
Cults „Cults“
Erwähnenswerte Songs
Adele „Someone like you“
M83 „Midnight City“
Metronomy „The Bay / The Look“
Lykke Li „I follow Rivers“
Sneaky Sound System „Big“
Skream „Where you should be“
Lana del Rey „Video Games“
Jay-Z & Kanye West „That’s My Bitch“
Real Estate „Green Aisles“
Wolf Gang „The King And All Of His Men“
The Pierces „We are Stars“
FILM
Auch beim Film beschränke ich mich auf Werke, die ich dieses Jahr gesehen habe. So gehört Black Swan in 2010, kam mir aber erst später vor die Linse. Leider fehlen noch einige potenzielle Titel zur Ansicht, etwa Mallick’s „Tree of Life“ oder kommende Highlights wie „Drive“, „Moneyball“, „Hugo“ oder „The Grey“. Aber im ganzen war das Niveau ganz gut, vor allem da es auch einige sehenswerte Blockbuster gab.
Black Swan
Super 8
Midnight in Paris
I Saw the Devil
Rango
Mother
X-Men: Erste Entscheidung
Hanna
Attack the Block
Four Lions
Beginners
Erwähnenswert: Planet der Affen – Prevolution, Tim & Struppi, Blue Valentine, The Fighter, 13 Warriors, Harry Potter & die Heiligtümer des Todes Teil 2, Captain America, Der Plan, Crazy Stupid Love
Schecht: Sucker Punch, Hangover 2 (eine herbe Enttäuschung nach dem 1. Teil), Transformers 3 (besser als 2, aber immer noch übel)
BÜCHER
Tom Rachmann „Die Unperfekten“
Stephen King „Arena“
James Hynes „Next“
Andreas Eichmann „Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und mein eigenes Scheißleben“
Justin Cronin „Der Übergang“
TV SHOWS
ein paar nenneswerte Seasons, ohne besondere Reihenfolge...
Modern Family
Mad Men
Breaking Bad
Fringe
Studio 60 on Sunset Strip
Walking Dead
Parks & Recreation
Castle
30Rock
07.01.2012 / Comments (1)
BEST
OF
2011
Zooey Deschanel in einer neuen Sitcom? Auch wenn das nur OK aussieht – Ich bin dabei. Trotz Dirty Dancing. Aber dafür mit Zooey.
19.05.2011 / Comments (0)
NEW
GIRL
Zum Abschluß eines jeden Jahres gehören die obligatorischen Bestenlisten. Da kann ich keine Ausnahme machen.
CLUBTRACKS
01. Duck Sauce „Barbara Streisand“
02. Homework „Behind the Fence“
03. Wynter Gordon „Dirty Talk“ Laidback Luke Mix
04. Major Lazer „Pon de Floor“ (Afrojack Mix)
05. Robyn „Dancing on my own“ Fred Falke Remix
08. Pacific „Narcissus“ Alan Braxe Mix
09. Rich Gior & Louis Alberti „Takin a life“
10. Two Door Cinema „Something good can work“ Twelves Mix
SONGS
02. Jay Z „Empire State of Mind“
03. Brandon Flowers „Only the young / Swallow it“
04. LCD Soundsystem „All I Want / I can change“
05. Crystal Castles feat. Robert Smith „I’m not in Love“
07. Marina and The Diamonds „Hollywood“
09. Groove Armada „I won’t kneel“
10. Flying Lotus „Do the astral plane“
+
Arcade Fire „The Suburbs“ / Kings of Leon „The End / Pyro“ / Rosanna „Waterfall“ / Rumer „Slow“ / Rusko „Hold on“ / Sleigh Bells „Rill Rill“ / und die Wiederbelebung von Empire of the Sun
ALBUMS
01. LCD Soundsystem „This is happening“
03. Kings of Leon „Come around sundown“
04. Rumer „Seasons of my Soul“
05. Best Coast „Crazy for you“
06. Janelle Monae „The Archandroid“
08. Kanye West „My beautiful dark twisted fantasy“
09. Trent Reznor and Atticus Ross „Social Network Soundtrack“
10. Brandon Flowers „Flamingo“
+
Groove Armada „Black Light“ / John Legend and The Roots „Wake up“ / MGMT „Congratulations“ / Sade „Soldier of Love“ / Tame Impala „Inner Speaker“ / The National „High Violet“ / Tracey Thorn „Love and the Opposite“
FILME
Manche Filme sind noch vom letzten Jahr, ich beziehe mich auf Filme, die ich dieses Jahr gesehen habe. Da fehlen womöglich noch ein paar Highlights, die werden dann in der 2011er Liste auftauchen.
02. Inception
04. The Road
05. Oben
06. Ponyo
07. Das weiße Band
09. Scott Pilgrim vs. the World
10. Ghostwriter
+
A single man / An Education / Buried / Fantastic Mr. Fox / Cloudy with a chance of Meatballs / Kick-Ass / Toy Story 3 / Shutter Island
TV SHOWS
Lost
Chuck
30 Rock
Breaking Bad
Weeds
Dollhouse
Entourage
Dexter
South Park
Two and a half men
ES IST NICHT ALLES GOLD WAS GLÄNZT
Songs
The Time / Waka Waka / We no speak americano / Rihanna / Unheilig
Filme
Transformers 2 / Iron Man 2 / Kampf der Titanen / Knight and Day / Twilight
19.12.2010 / Comments (0)
Best
of
2010
Sehr vielversprechend aussehende neue Serie vom „Sopranos“-Mann Terrence Winter. Chicago, Prohibition, 1920. Steve Buscemi spielt den Mob-Boss, Michael Shannon seinen Gegenpart. Neben dieser schon ordentlichen Besetzung da i-Tüpfelchen: Martin Scorsese fürht Regie beim Piloten. Sweet!
19.09.2010 / Comments (0)
