soundcloud youtube

Website & Blog of Marco Sönke

Frankfurt, Germany

DJ, Graphic Designer, Human + Movies, Music, Gadgets, Toys, Art, Books & other Stuff

Ein sehr durchwachsenes Jahr. Immerhin fand sich noch einiges Nennenswertes, große Werke für die Ewigkeit gab es allerdings wenige.


CLUBTRACKS
Eigentlich mag ich ja den Big Room Sound, aber Mitte des Jahres hatte ich von heute auf morgen zuviel davon. Der ganze Über-Hype aus USA, DJs die nur noch von Shows, Festivals und Privat-Jets reden… Da blieb das Club-Feeling auf der Strecke. Der Underground machte es auch nicht besser. Man fand die Vokals wieder und entdeckte den Edit. Sonst auch da nix neues. Das schlimmste war der „Dubstep“-Lärm von Skrillex, fürchterlich.

Housse de Racket „Roman“ Oliver Remix
Calvin Harris „Feel So Close“ Original Mix
Lykke Li „I follow rivers“ The Magician Remix
Flight Facilities „Foreign Language“
Myomi „Sun In My Eyes“ Keith & Supabeatz Remix
Duck Sauce „Big Bad Wolf“
Rubix „Soul Train“
Riva Starr vs. Major Lazer „Jump“ Martin Brothers Remix
Worthy & Eats Everything „Tric Trac“
Oliver $ „Doin ya thing“
Jay-Z „Empire State of Mind“ DiPaul Bootleg

 

CDs

Adele's „21“ war 2011 der weltweite Megaseller. Selten konnten sich alle auf ein Album einigen. Kommerziell, aber dennoch nicht platt und auf billige Effekte ausgelegt. Pogo hat an sich kein richtiges Album gemacht, seine Entdeckung musste trotzdem irgendwie honoriert werden. Und das Sleepy Jackson Album ist von 2006, habe ich aber erst dieses Jahr entdeckt und lief rauf und runter.

Adele „21“
Pogo pogomix.net Tracks
Sleepy Jackson „Personality“
Lykke Li „Wounded Rhymes“
Real Estate „Days“
Bon Iver „Bon Iver“
Rumer „Seasons of my Soul“
Beyonce „4“
Destroyer „Kaputt“
Cults „Cults“

Erwähnenswerte Songs
Adele „Someone like you“
M83 „Midnight City“
Metronomy „The Bay / The Look“
Lykke Li „I follow Rivers“
Sneaky Sound System „Big“
Skream „Where you should be“
Lana del Rey „Video Games“
Jay-Z & Kanye West „That’s My Bitch“
Real Estate „Green Aisles“
Wolf Gang „The King And All Of His Men“
The Pierces „We are Stars“

 

FILM

Auch beim Film beschränke ich mich auf Werke, die ich dieses Jahr gesehen habe. So gehört Black Swan in 2010, kam mir aber erst später vor die Linse. Leider fehlen noch einige potenzielle Titel zur Ansicht, etwa Mallick’s „Tree of Life“ oder kommende Highlights wie „Drive“, „Moneyball“, „Hugo“ oder „The Grey“. Aber im ganzen war das Niveau ganz gut, vor allem da es auch einige sehenswerte Blockbuster gab.

Black Swan
Super 8
Midnight in Paris
I Saw the Devil
Rango
Mother
X-Men: Erste Entscheidung
Hanna
Attack the Block
Four Lions
Beginners

Erwähnenswert: Planet der Affen – Prevolution, Tim & Struppi, Blue Valentine, The Fighter, 13 Warriors, Harry Potter & die Heiligtümer des Todes Teil 2, Captain America, Der Plan, Crazy Stupid Love

Schecht: Sucker Punch, Hangover 2 (eine herbe Enttäuschung nach dem 1. Teil), Transformers 3 (besser als 2, aber immer noch übel)

 

BÜCHER

Tom Rachmann „Die Unperfekten“
Stephen King „Arena“
James Hynes „Next“
Andreas Eichmann „Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und mein eigenes Scheißleben“
Justin Cronin „Der Übergang“

 

TV SHOWS

ein paar nenneswerte Seasons, ohne besondere Reihenfolge...

Modern Family
Mad Men
Breaking Bad
Fringe
Studio 60 on Sunset Strip
Walking Dead
Parks & Recreation
Castle
30Rock

07.01.2012 / Comments (1)

BEST
OF
2011

David Bowies „Space Oddity“ als Kinderbuch, sehr schön illustriert. Leider nicht in phyischer Form erhältlich, aber als PDF zum download HIER.

30.08.2011 / Comments (0)

Major
Tom

Books

Der Sommer ist bei mir immer die beste Saison für Bücher, und gerade das aktuell trübe Wetter unterstützt die Ambitionen noch. Daher an dieser Stelle schon mal der aktuelle Stand:

ICH, OLIVER TATE

Coming of Age-Story, die demnächst als „Submarine“ in die Kinos kommt. Oliver Tate versucht in einem tristen Städtchen in England mit seiner aufkeimenden Sexualität klar zu kommen und nebenbei noch die Ehe seiner Eltern zu retten. Lassen die ersten 60-80 Seiten noch etwas den Zusammenhang vermissen, entwickelt sich danach eine unterhaltsame und witzige Teenager-Story mit Wortwitz und Charme.

DER KLEINE HOBBIT

Muss ich wohl nicht viel zu sagen. Großes Werk und Vorbote des „Herrn der Ringe“. Aus Anlass der ebenfalls anstehenden Verfilmung nach 20 Jahren noch mal gelesen.

DIE ARENA

Stephen Kings letzter Wälzer umfasst im Taschenbuch mehr als 1200 Seiten. Die Arena kann nicht ganz mit Kings Bestleistungen wie „Es“ oder „Das letzte Gefecht“ mithalten, zeigt aber eine deutliche Steigerung zu den Werken der letzten Jahre. Und auch wenn die Geschichte einige Klischees und Stereotypen beinhaltet, ist sie doch sehr unterhaltsam. Die 1200 Seiten lesen sich ohne große Längen in einem Rutsch und fühlen sich am Ende wie 600 an. Wenn man sich erstmal einen Überblick über die Große Anzahl an Protagonisten verschafft hat, bietet die Story einiges an Spannung und Dramatik, um interessiert dabei zu bleiben. Perfekter Sommer-Schmöker.

DIE UNPERFEKTEN

Tom Rachmans Geschichte über die letzten Tage einer in Rom residierenden Tageszeitung ist bisher das Highlight des Jahres. In Kapiteln unterteilt, die jeweils eine Person vorstellen, verknüpft sich die Geschichte im Laufe des Buches zu einer Analyse des menschlichen scheiterns. Man muss jedoch nicht befürchten, überfordert zu werden – das Buch ist leichtfüssig und unterhaltsam, traurig und tragisch-komisch. Die Charaktere sind interessant und durch die stetigen Überkreuzungen wirkt es trotz der einzelnen Episoden wie eine ganze Geschichte. Grossartig!

Angefangen habe ich Nick Hornby’s „Juliet, naked“, das sich auf den ersten 100 Seiten schon ganz gut ließt. Aufgrund der Erfahrung mit King’s „Arena“ steht auch noch siene Sammlung „Zwischen Nacht und Dunkel“ auf dem Plan, der sehr gute Kritiken vorrausgehen. Weiterhin: Sebastian Jungers Doku „War – Ein Jahr im Krieg“ und Murakamis 1000-Seiten -Wälzer „1Q84“. Der Winter kann kommen.

14.08.2011 / Comments (0)

BÜCHER
DES
SOMMERS

next

„NEXT“ von James Hynes ist das erste englische Buch, das ich gelesen habe. Auch wenn ich Filme mittlerweile im Original bevorzuge, habe ich mich mit der Entscheidung, in englisch zu lesen, immer etwas schwer getan. Warum also gerade dieses Buch?

Die englische Abteilung im Buchladen ist schon anhand der Cover immer ein Anlaufpunkt. Design-technisch geben sich die deutschen Verlage zwar immer mehr Mühe, aber amerikanische oder englische Cover haben oftmals einen ganz eigene Look und Charme. Letztendlich kaufte ich die Bücher dann der Einfachheit aber lieber in Deutsch. Bei „Next“ war die Story zwar interessant, aber nicht zwingend aufregend, aber die zahlreichen Kritiken im Heft waren vielversprechend und verwiesen überwiegend auf den letzten Teil des Buches.

Kevin Quinn ist ein Mann Anfang 50 und fliegt von Ann Arbour, Michigan, zu einem Bewerbungsgespräch nach Austin, Texas. Die ersten 250 Seiten des ca. 300 Seiten langen Buches spielen sich in nur wenigen Stunden ab. Kevin landet in Austin und muss ein paar Stunden bis zu seinem Termin totschlagen. Er folgt einer fremden Frau aus dem Flugzeug durch das schwül-heiße Austin, trifft weitere Figuren und lässt dabei sein Leben noch einmal (überwiegend in seinem Kopf) ablaufen. Nur um festzustellen, das er in der Mittelmäßigkeit gestrandet ist. Er erinnert sich an vergangene – teils komplizierte – Beziehungen, zu Frauen und seiner Familie, und an verpasste Gelegenheiten. Kurz gesagt: Kevin durchlebt die Midlife-Crisis. Hynes schildert dies detailliert, oft in seitenlangen Beschreibungen, die für den einen vielleicht etwas trocken wirken, aber einen doch weiter und weiter in die Geschichte hineinziehen und mit dem Charakter Kevins verbinden, was streckenweise auch humorvoll geschieht.

Und dann kommen die letzten 50 Seiten, und die Stimmen zum Buch übertreiben nicht, das es sich hierbei um großartige Literatur handelt. Die Story erfährt eine drastische Wendung, die man zwar erahnen kann, in ihrer Intensität so aber nicht zu erwarten war. Auf den letzten Seiten wird das Buch zu einem Meisterwerk und man erkennt den Sinn der 250-Seiten langen Einleitung, die hier zu einer Lösung kommen, wie man sie in ihrer Intensität nur selten findet. Den Abschluss bilden vier Zeilen, die noch lange in Erinnerung bleiben werden. Jedes vorzeitige lesen des Endes würde übrigens den ganzen Effekt des Buches zunichte machen, dies nur als Warnung.

„Next“ ist ein nicht immer einfaches, aber am Ende belohnendes Buch, das allerdings sehr amerikanisch ist und mit einer Symbolik spielt, die in falschen Händen in einem Klischee-beladenen Werk hätten enden können. Hynes ist aber intelligent genug, das Beste aus einem durchaus kontroversen Thema herauszuholen.

JAMES HYNES ONLINE

19.04.2011 / Comments (0)

NEXT

übergang

Eigentlich habe ich mein Pensum mit dem letzten zwei Büchern für dieses Jahr erreicht. Mit Frank Schätzing’s „Der Schwarm“ und Justin Cronin’s „Der Übergang“ wurden über 2000 Seiten Lektüre verputzt.

Im Falle von „Der Schwarm“ war das dann auch nur teilweise befriedigend. Zum einen ist das Buch definitiv zu lang. 300-400 Seiten weniger hätten es auch getan, aber Schätzing offenbart sich als Klugscheißer und lässt keine Gelegenheit aus, sein Halbwissen weiterzugeben. Dies äußert sich in seitenlangen Dialogen seiner Protagonisten. Diese sind stellenweise durchaus interessant, verlieren sich aber zu sehr in Details und wirken aufgrund der Länge und trockenen Darbietung unrealistisch. Dabei hat Schätzing eine interessante und streckenweise spannende Geschichte zu erzählen, die aber erst im letzten Viertel Gas gibt und einiges an Ausdauer abverlangt. So kann man von „Der Schwarm“ nicht unbedingt abraten, aber der Leser sollte wissen, auf was er sich einlässt.

Schon besser macht es da Justin Cronin in seinem Wälzer „Der Übergang“, der den Auftakt zu einer Triologie bildet – was man wissen sollte, um vom Ende nicht zu sehr überrascht zu werden, wie es bei einigen Lesern wohl der Fall ist. Cronin erfindet das Rad nicht neu sondern bedient sich an einem bunten Kessel der fantastischen Literatur. Das Stephen King zu sein Vorbildern zählt, wird zudem ebenfalls deutlich. Das Buch besteht aus zwei Teilen: Im ersten Drittel werden Verbrecher aus dem Todestrakt für ein militärisches Experiment missbraucht, die Sache endet in der fast kompletten Ausrotten der (zumindest mal) nordamerikanischen Bevölkerung. Nach dem ordentlichen Anfang folgt ein Sprung 100 Jahre vorraus und in ein Camp einiger Überlebender. Das sind dann auch die schwierigsten ca. 200 Seiten des Buches. Man fängt quasi wieder von vorne an und muss sich durch eine große Anzahl an Figuren durchkämpfen. Danach nimmt die Sache aber wieder Fahrt auf, Zusammenhänge werden deutlich und der Spannungsbogen steigt. Zu viele Details würden unnötiges über die Story verraten. Auch wenn Vampir-artige Kreaturen hier eine Rolle spielen, kann man den Verdruss an diesen Viechern übersehen, Cronin vermeidet Klischees und hält seine Spezies originell genug, um keine Langeweile aufkommen zu lassen.
Allerdings muss sich Cronin den Vergleich mit großen Werken der fantastischen Literatur gefallen lassen, allen voran King’s „Das Gefecht“, bei dem „Der Übergang“ nicht ganz mithalten kann. Dafür wirkt das Buch noch nicht fertig genug, aber hinsichtlich der angedachten Triologie ist es ein sehr ordentlicher Anfang und es liegt an Cronin, etwas Großes daraus zu machen. Am Ende hat man eine Handvoll Figuren, die durchaus zu gefallen wissen und ein paar kleine Cliffhanger erzeugen das Verlangen, wie es weitergeht. 
Sprachlich hat Cronin ein sehr ordentliches Werk abgeliefert, in einer klaren Sprache nimmt er sich Zeit für seine Figuren und kann auch ansonsten sehr gut Bilder im Kopf erzeugen. Einzig die Dramaturgie hinkt noch an manchen Stellen, aber auch da die Hoffnung, das dies nur der Auftakt für mehr ist.

Und es wird natürlich weiter gelesen. Als nächstes endlich mal das erste englische Buch, „Next“ von James Hynes. Auch noch auf dem Nachttisch: Tom Rachman’s „Die Unperfekten“ und mal wieder der Herr King mit „Zwischen Nacht und Dunkel“, das ja allgemein sehr gut wegkommt.

11.04.2011 / Comments (0)

Der
Übergang

books

Hier mal ein Update über zuletzt gelesene Bücher. Ich lasse das mal unkommentiert, nur mit einer kleinen Wertung versehen. Über den Inhalt kann man sich auf den verlinkten Amazon-Seiten informieren.

WINTER IN MAINE (3.5 / 5)

THADDEUS UND DER FEBRUAR (4.5 / 5) siehe unten

STRAHLEND SCHÖNER MORGEN (4.5 / 5)

CASH (4 / 5)

BIOSPHERE (3.5 / 5)

Weiterhin erwähnenswert und für Tim Burton Fans ein muss:

THE MELANCHOLY DEATH OF OYSTER BOY (4.5 / 5)

Auf dem Nachttisch: Nick Horny „Juliet Naked“, Justin Cronin „Der Übergang“, Jonathan Frantzen „Die Korrekturen“, Brett Easton Ellis „Unter Null“...

05.10.2010 / Comments (0)

Bücher
2010


Viele hundert Tage schon währt die kalte Herrschaft des Februars: Der Wechsel der Jahreszeiten ist außer Kraft gesetzt, finstere Priester patrouillieren, Papierdrachen dürfen nicht mehr zum Himmel aufsteigen, Kinder verschwinden im Wald. Traurigkeit legt sich über die Stadt wie der Schnee, der endlos fällt, doch die Erinnerung an warme Tage lebt weiter. Die Stadt beschließt, in den Kampf zu ziehen, den Winter zu besiegen, und Thaddeus, der Ballonfahrer, soll ihr Anführer sein. Doch dann stößt Thaddeus in einer Hütte am Waldrand auf den Februar selbst - und es ist ein Mann, der eine Geschichte schreibt: die Geschichte der Stadt ...

Poetisch, verstörend, melancholisch, schön.

AMAZON

05.10.2010 / Comments (0)

Thaddeus
und
der
februar